Tätigkeiten

Archivarinnen und Archivare kümmern sich um die unterschiedlichsten Arten von Informationen. Sie bewerten, übernehmen, erschliessen und vermitteln. Dabei arbeiten sie mit Originalen und Unikaten, die rechtlich und historisch-wissenschaftlich bedeutsam sind. Schriftliche, elektronische und audiovisuelle Dokumente behandeln sie nach allen Regeln der Kunst.

Sie sind hauptsächlich in staatlichen Archiven (Bund, Kantone und Gemeinden), in thematischen Archiven und in Archiven verschiedener weiterer Institutionen wie private Unternehmen, Verbände oder Kirche beschäftigt.

Eine Tätigkeit im Archiv basiert auf spezifisch archivischem Fachwissen. Es gibt ganz unterschiedliche Ausbildungswege: die Berufsleute haben oft ein Universitätsstudium hinter sich – vielfach Geschichte – oder die Grundausbildung zur Fachfrau/zum Fachmann Information und Dokumentation absolviert und sich auf Fachhochschulniveau ausgebildet. Von verschiedenen Institutionen werden Nachdiplomstudien angeboten, auch der VSA organisiert Weiterbildungskurse und Tagungen.

Je nach Art des Betriebs, Pflichtenheft, Ausbildung sowie persönlichen Fähigkeiten und Neigungen der Archivarinnen und Archivare unterscheiden sich die Tätigkeiten teilweise erheblich. Diese lassen sich in fünf Hauptgebiete unterteilen: Records Management, Bewerten, Übernehmen, Erschliessen und Vermitteln.

Die Berufsbild-Tabelle bietet einen detaillierten Überblick über alle Tätigkeiten, aufgeschlüsselt nach Fachwissen, Fachkompetenzen und sozialen Kompetenzen.