C2 Medizinalpersonal

Zusammenfassung und Aktualisierung

Das Papier befasst sich mit den rechtlichen Grundlagen und der Kompetenzverteilung zwischen Bund und Kantonen in Bezug auf die Zulassung von Medizinalpersonen (Ärzte, Zahnärzte, Apotheker, Veterinäre). Nicht behandelt wird der Ausbildungsbereich (Hochschulen). Festgestellt wird dagegen, dass der Bund seit 1962 Beiträge an anerkannte Schulen der Gesundheits- und Krankenpflege leistet.
Gestützt auf das Bundesgesetz vom 19. 12. 1877 betreffend die Freizügigkeit des Medizinalpersonals in der Schweiz erliess der Bundesrat das Reglement für die eidg. Medizinalprüfungen vom 22. 12. 1964. Dieses wurde durch die allgemeine Medizinalprüfungsverordnung (AMV) vom 19. 11. 1980 teilweise ersetzt. 1980 wurden auch die Prüfungen in den vier einzelnen Berufen neu geregelt. Von Bedeutung war zudem die 1975 erlassene Verordnung über die versuchsweisen Abweichungen vom Reglement für die eidg. Medizinalprüfungen.
Die Durchführung der Medizinalprüfungen erfordert ein Zusammenwirken von Stellen auf eidgenössischer (EDI, Bundesamt für Gesundheit, Leitender Ausschuss und Prüfungskommissionen) und kantonaler (medizinische Fakultäten der Hochschulen) Ebene. Die Kantone sind zuständig für den Erlass gesundheits- und gewerbepolizeilich motivierter Vorschriften über die medizinischen Berufe (Bewilligungen für die Berufsausübung und die Führung von Betrieben, gesundheitspolizeiliche Aufsicht über die Berufsausübung).

Die Pflegeberufe sind kantonal geregelt. 1947-1977 galt ein Konkordat, dem 9 Kantone angehörten. Dieses wurde 1977 durch eine Vereinbarung der Kantone mit dem Schweizerischen Roten Kreuz über die berufliche Ausbildung des Pflegepersonals, des medizinisch-technischen und des medizinisch-therapeutischen Personals abgelöst.

Archivierungsempfehlungen

a) Bundesarchiv: Organisation der Prüfungen sowie individuelle Resultatbogen: integrale Archivierung
b) Kantonsarchive: Berufs- und Praxisbewilligungen integral, evtl. nur als Entscheidsammlung

SCAN