F3 Fremdenpolizei, Personendossiers

Zusammenfassung

Die gesamte ausländische Bevölkerung der Schweiz wird von den fremdenpolizeilichen Stellen erfasst. Als Produkt eines komplizierten Verwaltungsgeflechts entstehen sowohl bei den Organen des Bundes als auch in den Kantonen praktisch identische Dossiers über ein und dieselbe Person. Diese Dossierserien weisen einen ungeheuren Umfang auf. Mit der Einführung des Zentralen Ausländerregisters (ZAR) im Jahre 1973 sind zudem die wichtigsten Angaben zur ausländischen Bevölkerung auch anderweitig festgehalten, so dass eine integrale Aufbewahrung der Dossiers nicht angebracht erscheint. Allerdings enthalten diese Unterlagen die direktesten Informationen über die Behandlung von Ausländern in der Schweiz; dies gilt in besonderem Masse für die Dossiers zu Asylsuchenden. Diesem Umstand wurde hier Rechnung getragen.

Archivierungsempfehlungen

Vor 1973: Die Kantone übernehmen sämtliche Dossiers zur dauerhaften Aufbewahrung, während das Bundesarchiv nur eine Auswahl gemäss eigenem Annullierungsplan übernimmt.

Nach 1973: Die Kantone beschränken sich auf eine statistische Zufallsauswahl von 5 – 10% und ergänzen diese nach Möglichkeit durch eine qualitative Auswahl. Der Bund archiviert die Personendossiers weiterhin gemäss seinem Annullierungsplan. Wegen ihrer ausserordentlichen Bedeutung werden die Asylbewerberdossiers aus dem Bundesamt für Flüchtlinge integral übernommen. Zudem wird das Bundesarchiv die wichtigsten Daten aus den Systemen ZAR und AUPER gemäss einschlägigen Vereinbarungen mit den Datenherren übernehmen.

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