G1 Rodungen und Ersatzaufforstungen

Zusammenfassung

Die Archivierungsempfehlung betrifft Akten, die aus der 1876 einsetzenden Bewilligungspflicht von Waldrodungen entstehen. Solche Bewilligungen wurden vom Bund, teilweise auch von den Kantonen erteilt (nach Zeitraum, Art des Waldes, Grösse der Rodung unterschiedlich). Die Akten werden als bedeutsam eingestuft: sie dokumentieren nicht nur ein Kernziel der Forstgesetzgebung (Erhaltung der Gesamt-Waldfläche) sondern auch kulturlandschaftliche, meliorations- und verkehrstechnische Entwicklungen. Sie werden von den Forstverwaltungen erst nach sehr langer Zeit zur Archivierung angeboten, da sie lange auch eine administrative Funktion behalten.

Archivierungsempfehlungen

Bundesarchiv

Vor 1955 und nach 1971: Integrale Aufbewahrung sämtlicher Geschäfte in Bundeskompetenz.

Nach 1972: Zusätzlich integrale Archivierung sämtlicher Akten, welche Geschäfte im kantonalen Kompetenzbereich betreffen.

Staatsarchive

Vor 1876 und 1955-1971: Integrale Aufbewahrung sämtlicher Akten, da im Bundesarchiv für diese Periode nur Mikrofilme vorhanden sind.

1876-1955 und nach 1971: Integrale Aufbewahrung der Geschäfte in Kantonskompetenz (d.h. alle Rodungen in Nichtschutzwaldungen und Rodungen unter 3000 m2 in Schutzwaldungen). Achtung, von 1876 bis 1899 sind die Schutzwaldregelungen je nach Kantonen unterschiedlich (Ausdehnung der eidg. Schutzwaldaufsicht).

1876-1955, nach 1971: Gegendossiers zu Geschäften im Bereich der Bundeskompetenzen können im Prinzip kassiert werden. Es ist aber zu beachten, dass die Inhalte nicht unbedingt deckungsgleich sind, weshalb sich vielleicht eine Teilarchivierung empfiehlt.

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